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Worauf beim Kauf von Heilsteinen zu achten

 

Sehr viele Menschen benutzen heute wieder die verschiedensten Mineralien zu Heilzwecken. Das Wissen um die Heilwirkung besteht schon seit dem Altertum und hat durch den Esoterik-Boom der vergangenen Jahre einen beachtlichen Interessenszuwachs erfahren. Im Zuge dessen mehren sich jedoch auch die Fälle, wo geschönte und sogar manipulierte Steine in Umlauf gebracht werden. Bei diesen Steinen ist die Heilwirkung, so Experten, gleich Null. Wir  erklären Ihnen worauf beim Kauf von guten Heilsteinen zu achten ist.

 

Wie kann man Heilsteine definieren? Ich meine, vor allem

 

1) Durch Echtheit. Die Steine dürfen nicht manipuliert sein.

 

2) Durch Qualität. Sie sollten die typischen Erkennungsmerkmale ihrer Art vorweisen.

 

Da Qualität seltener geworden ist und schon immer teuerer war, wurde es für einige Steinhändler leider billiger bzw. gewinnbringender, die Steine zu schönen, sie zu manipulieren. Dazu einige Beispiele, wie Steine "verschönert" werden:

 

Schon die alten Römer kochten opaken (undurchsichtigen) Bernstein in Öl damit er sich klärt (durchsichtig und klar wird). Heute wird opaker Bernstein mit Maschinen, sog. Autoklaven, geklärt. Für preislich teuere Ketten wird Bernsteinstaub mit Kleber versetzt und zu Kugeln gepresst. Solche Produkte werden dann mit dem Hinweis "Echt Bernstein" verkauft.

 

Amethyst wird durch Erhitzung zu Citrin. Bergkristall wird durch radioaktive Kobaltbestrahlung zu Rauchquarz.

 

Achat wird zu Karneol und Onyx gefärbt.

 

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Aus erhitzten Amethyststufen wird Citrin und so auch im Handel bezeichnet. Eigentlich müsste der Stein "gebrannter Amethyst" heißen

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Aus diesem künstlichen Material wird schon mal "Korallenschmuck" gefertigt...

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Den echten Steinen sehen diese Pressprodukte zum Verwechseln ähnlich:
Azurit-Malachit (oben links) und der "Türkis" (oben rechts).

 

Oft kann dies nur ein Gemmologe feststellen.

 

Pulverisiertes Eisenoxid wird zu Hämatit gepresst. Gewissenhafte Händler bezeichnen dieses Kunstprodukt als Hämatin. Türkisblau eingefärbter Magnesit wird zu Türkis. Der richtiger Handelsname wäre Türkilith.

 

Heller, farblich schwacher Rosenquarz wird rot nachgefärbt.

 

Rubin wird zur Farbaufbesserung geölt, ebenso Smaragd und Saphir. Türkis, Lapislazuli, Charoit, Koralle und Azurit-Malachit werden künstlich hergestellt. Im Handel sind sie dann als Pressprodukte aus gefärbtem Zement mit Plastik erhältlich.

 

Besonders erschreckend ist es, wenn sogar in einem in großer Auflage verkauften bestimmten Buch offensichtliche Fälschungen und Kunstprodukte als Heilsteine beschrieben werden, z.B. blaue, und grüne Achate.

 

Michael Gienger gilt als einer der führenden Experten, wenn es um Heilsteine geht:

 

 

Seit Erscheinen des Buches "Lexikon der Heilsteine" von Michael Gienger hat sich auf dem Mineralienmarkt doch einiges bewegt. Er weist in seinem Buch, zusätzlich zu den Beschreibungen der Heilwirkung, auch auf mögliche Fälschungen hin. Auch B. Bruder, ein Gemmologe, deckt in seinem Buch "Geschönte Steine" Fälschungen auf.

 

Es ist auch für uns als Händler, die wir täglich mit Steinen arbeiten, nicht einfach jede Fälschung zu erkennen. Um sauber und seriös im Interesse unserer Kunden zu arbeiten, lassen wir kritische Steine vom Gemmologen testen.

 

Die Macht, diese hier nur kurz aufgezeigten Missstände zu beseitigen, liegt letztendlich beim Edelsteinkäufer, beim Kunden selbst. Fragen Sie deshalb Ihren Händler, ob der Stein Ihrer Wahl auch tatsächlich unbehandelt ist. Wichtig ist "unbehandelt", denn auch gepresster Bernstein darf als "Echt Bernstein", mit Billigung des Gesetzgebers, bezeichnet werden. Der Händler ist regresspflichtig, wenn ihm das Gegenteil bewiesen wird. Hinterfragen Sie den Wissensstand Ihres Händlers. Lassen Sie sich zur Sicherheit eine Quittung mit dem Zusatz ausstellen, dass der gekaufte Stein unbehandelt ist.

 

Ein weiterer, für mich persönlich wichtiger Punkt aus ökologischer Sicht, ist die Herstellung der Steine. Wenn Rohsteine getrommelt werden (als Trommelsteine oder Handschmeichler im Verkauf sehr gefragt) fällt Schleifschlamm an. Dieser Abfall wird in den Erzeugerländern häufig im nächsten Bach oder vor der Haustüre "entsorgt". Viele Steine sind zudem nickel- oder kupferhaltig. Dadurch werden immense Schäden an der Natur verursacht.

 

 Als Schlusslicht ergibt sich daraus die logische Schlussfolgerung, dass die alleinige Heilwirkung den reinen hochwertigen Rohkristallen, den facettierten und unbehandelten Edelsteinen bzw. dem Cabochon (welcher nicht getrommelt, sondern nur geschliffen ebenfalls aus hochwertigem Rohmaterial hergestellt wird) zuzuschreiben ist und weiters auch keine Nebenwirkungen und Umweltschäden produzieren.

 

Die Edelsteine heilen durch ihre Schwingungen. Umso reiner die Schwingung ist, desto kräftiger entfaltet sich ihre Heilwirkung. Wenn der Stein unrein ist, könnte es sein, dass er gar keine Wirkung hervorruft. Vergleichbar mit den Schwingungen der Töne.  Wie z. B., der Flöte des Pans: diese kann hypnotisieren - aber wenn sie begleitet wird von einer Trommel und E-Gitarre, dann geht diese hypnotische Wirkung verloren. Eine Sängerin, die falsch singt hat dieselbe Wirkung auf das Gemüt, wie ein unreiner Stein auf die Gesundheit. Die Geschäftemacherei mit Steinen von schlechter Qualität, hat die Heilkunst der Edelsteine in Verruf gebracht.  Viele der angebotenen Heilsteine wirken darum nicht. Kein einziger Magier arbeitet mit Steinen von schlechter Qualität, sondern schon in der Antike waren diese Edelsteine von größter Reinheit und Größe. Diejenigen, die Heilkunst der Edelsteine überliefert haben, haben sich auf diese Reinheit bezogen. Man denke dabei auch an die berühmten 12 Edelsteine auf dem Brustschild der Hohenpriester u.a. Wie z. B. auch jede magische Arbeit höchster Reinheit bedarf. Man reinigt hier alle Elemente: Luft, Wasser, Erde etc. Wie kann man dann für eine magische Arbeit, Amulett oder Heilmittel unreine Edelsteine einbeziehen? In der Magie ist im Allgemeinen die Reinheit das höchste Gebot.